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Müller-Catoir

Löss, der Staub der Eiszeit
Löss ist eine kalkreiche Ablagerung des Windes. Herkunftsgebiete des Löss waren Schotterebenen, Endmoränen
sowie Kältewüsten. Gestein verwitterte durch Frosteinwirkungen oder Temperaturwechsel bis hin zu feinen Staubkörnern. Der Staub wurde vom Wind verweht und in windgeschützten Lagen wieder ablagert.
Meist ist die Bedeckung nur wenige Meter hoch, es gibt aber auch bis zu 30 Meter mächtige Lössauflagen. Der Löss hat eine hohe Standfestigkeit einerseits und hohe Erosionsanfälligkeit andererseits.

In windberuhigten Senken und im Windschatten von Kuppen wurden die Partikel in der baumlosen eiszeitlichen Tundralandschaft wieder abgelagert. Dies erklärt die einheitliche Sortierung und die noch vorherrschend eckige Form der Gesteinspartikel. Die zunächst lose übereinanderliegenden Lösskörner wurden nach Ablagerung nachträglich mit in Wasser gelöstem Calciumcarbonat verkittet, so dass die Partikel von einem stabilisierenden Kalkskelett umkrustet sind, das die feinporöse Struktur des Lössgesteins erhält. Das ergibt die hohe Standfestigkeit der senkrechten Lösswände aus primärem Löss an Weinterrassen und in Hohlwegen. 

Reben können sich auf Lössböden besonders günstig entwickeln. In warmen Lagen führt das zu früher Blüte und frühem Reifebeginn.
Daten & Fakten
Erdzeitalter: Pleistozän 
Der Begriff Pleistozän ist aus dem Griechischen entlehnt und bedeutet "überwiegend neu".  Ist der letzte Abschnitt (Epoche) des Quartärs. Das Pleistozän ist die Zeit des quartären Eiszeitalters.
Es begann vor etwa 2,588 Millionen Jahren und endete vor etwa 11.700 Jahren (BP) mit dem Beginn der Holozän-Serie, der Jetztzeit. Somit dauerte das Pleistozän etwa 2,5 Millionen Jahre. Es ist in in Unter-, Mittel- und Oberpleistozän gegliedert.
Das gesamte Pleistozän ist von mehreren aufeinanderfolgenden Kaltepochen, sogenannten Glazialen geprägt, zwischen denen vorübergehend wärmere Temperaturen vorherrschten.
Entstehungsalter: ca. 300.000 bis 15.000 Jahre
Die staubfeinen Lösspartikel entstammen in Europa dem Gesteinsabrieb der eiszeitlichen Gletscher und wurden während der letzten Eiszeiten aus dem vegetationsarmen Gletschervorland vom Wind ausgeblasen und weitflächig verweht.
Beschaffenheit: leichte Schluff- und Lehmböden, kalkreich, hohes Nährstoffangebot, sehr gute Wasserversorgung, mittlere Erwärmbarkeit

Ein Staubsediment, das zu 50% aus Quarz besteht und je nach Herkunft bis zu 35% Anteile Kalziumcarbonat und Dolomit enthält. Dazu treten in kleinen Mengen Feldspäte, Glimmer und Tonmineralien. Als vom Wind transportiertes Sediment dominiert im Löss die Schluff-Fraktion mit 70-80%, in geringeren Anteilen sind Feinsand und Ton beigemischt. Der Sandanteil am Gemenge kann bis zu 20% (sandiger Löss) ausmachen, beim durch Wasser bereits umgelagertem Schwemmlöss erhöht sich die Tonfraktion auf knapp 30% (toniger Löss), während der Sandanteil beim Transport weitgehend auf der Strecke blieb.

Lössböden sind sehr fruchtbar. Sie sind leicht bis in große Tiefe durchwurzelbar, erwärmen sich schnell und sind wegen ihrer lockeren Beschaffenheit gut durchlüftet.
Sie verfügen über einen großen Wasserspeicher und ein großes Nährstoffreservoir.

• tiefgründiger, leichter Lehmboden, toniger Schluff
• sehr gut durchwurzelbar, sehr großer Wurzelraum
• sehr großer Wasserspeicher
• mittlere Wasserdurchlässigkeit
• ausreichende Durchlüftung
• nährstoffreich
• alkalische Bodenreaktion, kalkhaltig
• mäßige Erwärmbarkeit
• hohes Wuchspotenzial
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